Frontend: Qwik als Game-Changer
Seit einiger Zeit setze ich auf Qwik als primäres Frontend-Framework – und dieser Schritt hat sich vollständig ausgezahlt. Qwik unterscheidet sich fundamental von React, Vue oder Angular: Statt Hydration nach dem Laden nutzt Qwik Resumability. Das bedeutet, JavaScript wird erst dann ausgeführt, wenn es wirklich gebraucht wird.
Das Ergebnis sind blitzschnelle Ladezeiten und exzellente Core Web Vitals – gerade für inhaltslastige Websites wie mein eigenes Portfolio unter typoniels.dev. Google honoriert schnelle Seiten mit besseren Rankings, und Nutzer danken es mit weniger Absprüngen.
Warum nicht React oder Next.js? React ist ein hervorragendes Werkzeug – aber für meinen Anwendungsfall bringt Qwik messbaren Mehrwert. Next.js bleibt eine exzellente Wahl für Teams, die React-Kenntnisse bereits mitbringen.
Backend & CMS: Strapi als Headless CMS
Für Inhalte setze ich auf Strapi, ein open-source Headless CMS. Strapi erlaubt mir, Inhaltstypen flexibel zu definieren und diese über eine REST- oder GraphQL-API an beliebige Frontends auszuliefern.
Die Vorteile im Alltag:
- Volle Datenkontrolle: Eigenes Hosting, kein Vendor-Lock-in
- Flexible Datenmodelle: Blog-Posts, Tech-Radar-Einträge, Projektseiten – alles konfigurierbar
- Rollenbasiertes Rechtesystem: Redakteure können Inhalte bearbeiten, ohne Zugang zum Code zu benötigen
Für mein Portfolio nutze ich Strapi u.a. für Blog-Posts wie diesen, den Tech-Radar und weitere Publikationen.
Infrastruktur: Docker & Kubernetes
Der gesamte Stack läuft containerisiert. Docker ist für mich inzwischen selbstverständlich – jede Komponente läuft in ihrem eigenen Container, die Umgebungen sind reproduzierbar und deployen konsistent auf allen Stages.
Für das Orchestrieren setze ich auf k3s – eine schlanke Kubernetes-Distribution, die auch auf kleineren Servern performant läuft:
- Zero-Downtime-Deployments via Rolling Updates
- Automatischer Neustart bei Container-Ausfällen
- Einfaches Skalieren bei Traffic-Spitzen
Datenbank & Suche: PostgreSQL + Meilisearch
Ich habe mich auf PostgreSQL als primäre Datenbank konsolidiert. PostgreSQL ist robust, feature-reich und wird von Strapi nativ unterstützt. Für Volltext-Suche ergänze ich mit Meilisearch – eine fantastische Open-Source-Alternative zu Algolia mit Echtzeit-Suchergebnissen.
CI/CD: GitLab Pipelines
Für kontinuierliche Integration und Deployment setze ich auf GitLab CI/CD. Jeder Commit auf den Hauptbranch triggert automatisch Tests, Build und Deployment. Das Ergebnis: weniger manuelle Fehler, schnellere Release-Zyklen und ein klarer Audit-Trail.
Mein Stack auf einen Blick
| Bereich | Technologie |
|---|---|
| Frontend | Qwik + TailwindCSS |
| CMS | Strapi (Headless) |
| Datenbank | PostgreSQL |
| Infrastruktur | Docker + k3s |
| Suche | Meilisearch |
| CI/CD | GitLab Pipelines |
Die wichtigste Erkenntnis aus Jahren Full-Stack Entwicklung: Es gibt keinen universell besten Stack. Entscheidend sind die konkreten Anforderungen des Projekts, das vorhandene Wissen im Team – und der Mut, neue Technologien gezielt auszuprobieren und alte loszulassen.