n8n vs. Make (Integromat): Workflow-Automatisierung im Vergleich 2025

Wer repetitive Aufgaben automatisieren will, kommt an n8n und Make (ehemals Integromat) nicht vorbei. Beide Plattformen verbinden verschiedene Apps und Services miteinander, ohne dass du dafür programmieren musst. Doch welche ist besser für dein Projekt?

Was ist n8n?

n8n ist eine Open-Source-Workflow-Automatisierungsplattform, die du entweder selbst hosten oder als Cloud-Version nutzen kannst. Das Tool bietet einen visuellen Flow-Editor und unterstützt über 300 Integrationen. Der größte Vorteil: Als Self-hosted-Lösung gehören deine Daten dir.

Was ist Make?

Make (früher Integromat) ist eine SaaS-Plattform für Workflow-Automatisierung. Sie richtet sich an Anwender ohne Programmierkenntnisse und besticht durch eine intuitive, schematische Darstellung von Automatisierungen ("Szenarien"). Mit über 1.500 App-Integrationen übertrifft Make n8n bei der schieren Anzahl an Verbindungen.

n8n vs. Make: Die wichtigsten Unterschiede

Hosting und Datenschutz

n8n lässt sich auf eigener Infrastruktur betreiben — Docker, Kubernetes, ein simpler VPS. Damit bleiben alle Daten in deiner Hand. Besonders für DSGVO-sensible Workflows ist das ein entscheidender Vorteil.

Make ist eine reine Cloud-Lösung. Alle Daten laufen über Make-Server, was für datensensible Unternehmen ein Problem sein kann. Make bietet zwar Enterprise-Optionen mit EU-Daten, aber nicht denselben Kontrollgrad wie n8n selbst gehostet.

Integrationen und Konnektoren

Make führt mit über 1.500 vorgebauten Integrationen deutlich vor n8n mit ca. 350. Wenn du spezialisierte SaaS-Tools verbinden willst (z. B. Zendesk, ActiveCampaign, Salesforce), findet Make häufiger eine fertige Integration.

n8n lässt sich über HTTP Request Nodes und eigene Nodes mit nahezu jedem API-fähigen Service verbinden. Wer etwas programmieren kann, ist bei n8n flexibler — inklusive Code-Ausführung in Node.js oder Python direkt im Workflow.

Preismodell

Make bietet ein Freemium-Modell mit 1.000 Operations/Monat kostenlos. Bezahlpläne starten bei ca. 9 €/Monat für 10.000 Operations. Komplexe Workflows mit vielen Schritten können teuer werden, da jeder Schritt als "Operation" zählt.

n8n bietet eine vollständig kostenlose Self-hosted-Version ohne Operation-Limits. Die Cloud-Version startet bei ca. 20 €/Monat für 5 aktive Workflows. Wer selbst hostet, zahlt nur für den Server.

Benutzerfreundlichkeit

Make gewinnt bei der Zugänglichkeit für Nicht-Techniker. Die schematische Darstellung mit Modulen und Pfeilen ist intuitiv. Der visuelle Editor macht es einfach, Szenarien ohne technisches Vorwissen zu bauen.

n8n richtet sich eher an technisch versierte Nutzer. Die Lernkurve ist steiler, besonders beim Self-hosting. Dafür sind komplexe Logiken (Schleifen, bedingte Pfade, Fehlerbehandlung) oft einfacher umzusetzen.

Wann n8n, wann Make?

n8n ist die bessere Wahl, wenn:

  • Datenschutz und Self-hosting entscheidend sind
  • Du komplexe Workflows mit Code-Logik baust
  • Du unbegrenzte Ausführungen ohne Operation-Limits willst
  • Du ein Entwickler-Team hast, das Workflows pflegt

Make ist die bessere Wahl, wenn:

  • Nicht-Techniker die Workflows erstellen
  • Du viele spezifische SaaS-Integrationen benötigst
  • Schnelle Einrichtung ohne Serverinfrastruktur gefragt ist
  • Du ein kleines Volumen an Automatisierungen hast

Fazit

n8n und Make sind beide starke Automatisierungsplattformen — aber für unterschiedliche Zielgruppen. n8n überzeugt durch Flexibilität, Self-hosting und technische Tiefe. Make punktet mit Benutzerfreundlichkeit und Integrationsvielfalt. Wer Datensouveränität und Kontrolle priorisiert, ist bei n8n besser aufgehoben. Wer schnell und einfach loslegen will, greift zu Make.